Teil eines Werkes 
7. Band (1830)
Entstehung
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ihrige geworden ſein wuͤrde, als Hausfrau der Biene gleichen zu duͤrfen, die ja bei aller Nuͤtzlichkeit und Geſchaͤftigkeit ein beflugeltes mit Blumen befreunde⸗ tes Weſen bleibt; doch Boyſen durfte ſie, um ihm fur eine brave und verſtandige Frau zu gelten, nur als Ameiſe erſcheinen. Und jener Traum ihres Maͤdchenlebens, wie der kunftige Gatte in ihr die zuverläͤſſige Freundin, die heitre, geiſtvolle Geſell⸗ ſchafterin, die innigſte Vertraute ſeines Herzens lieben wuͤrde — und jener noch ſchoͤnere und ge⸗ liebtere Traum gegenſeitiger geiſtiger, auf den gemein⸗ ſchaftlichen Fortgang ſittlicher Veredlung gegruͤndeter Wechſelwirkung — ach, wie ſehr mußte ſie der Er⸗ fuͤllung dieſer Jugendtraͤume entſagen! Ihr Geiſt war gelaͤhmt, ihr Herz erſtarrt, ihr Leben ermattet, und es ſchien ihr unvermeibliches Loos zu ſein, ohne Tod und ſichtbare Wunde, aber an Geiſt und Herz bis zur Unkenntlichkeit entſtellt, durch das Leben als ein Schatten, als ein Grabmonument deſſen, was ſie einſt war, zu ſchleichen. Nichts entſtellt eine weibliche Seele ſo, nichts beraubt uns ſchneller alles Reizes, aller Anmuth, als ein herz⸗ und geiſtloſes eheliches Verhältniß, und es iſt unglaublich, welche