Teil eines Werkes 
7. Band (1830)
Entstehung
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alle Erwartungen deſſelben; ſie war ihm eine treue Haushälterin, eine gehorſame Dienerin, eine gefällige Genoſſin ſeines geſellſchaftlichen Lebens; aber daß ſie ihm noch mehr ſein und werden könne, daß der edelſte Schatz ihres Herzens, die ſchonſte Eigenthuͤm⸗ lichkeit ihres Weſens, ihr Geiſt, ihre Talente, ihre zarte Weiblichkeit, ihr ſeelenvolles Gemuͤth, die Fuͤlle ihrer Liebe, der Adel und die Treue ihrer Geſinnung jetzt fuͤr ſie und ihn nur ein todtes Capital waren, und jeder Tag ſie dem Vergeſſen der Zeit zufuhrte, wo ſie, ſich und Andern zur Freude, ſich im Beſitz und der Entwickelung jener Himmelsgaben gläcklich gefuͤhlt hatte, das ahnete er nicht. Cäcilie hatte ſich die Ehe nie dealiſirt — ſie wußte, wie viel Fremd⸗ artiges und Ungeziemliches man dieſem edelſten und begluckendſten aller menſchlichen Verhältniſſe aufge⸗ laden hat, um es zu tragen; aber ihr Herz ſagte ihr auch, daß es viel tragen könne und doch noch begluckend und edel zu bleiben vermoͤge. Sie fand ſchon unverheirathet recht heitres Gefallen an der tächtigen Thätigkeit einer wackern Hausfrau, und war in allen Obliegenheiten derſelben wohl erfahren; allein ſie hoffte auch dereinſt, wenn dieſer Beruf der