Teil eines Werkes 
7. Band (1830)
Entstehung
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heit, nur bei den Helden der Sittlichkeit wohnt die Freiheit, die keines Geſetzes mehr bedarf, weil die geläuterte Seele in einem Elemente des Sittlich⸗ Schoͤnen lebt, das auch den Gedanken, der da ver⸗ ſucht, ſchon von ihr fern haͤlt; fuͤr uns Andere Alle iſt und bleibt das Leben ein Kampf und Ge⸗ brechlichkeit unſer Loos. Ehre daher den reinen Sinn meiner frommen Mutter und ihre Ueberzeu⸗ gung, daß Gottesfurcht das einzige haltbare Funda⸗ ment fuͤr jedes Menſchendaſein, der kraͤftigſte, ja der allein in der Seele mächtige Verpflichtungsgrund zur Tugend ſei. Wo die Liebe und der Gehorſam Gottes nicht dem Willen eine gleiche, ganz unver⸗ änderliche Richtung geben, und alle unſere Kraͤfte in Einem Beſtreben vereinen, da reicht auch die glänzendſte geiſtige Bildung nicht hin, uns dem Joch der ſinnlichen Triebe zu entziehen. Die Furcht und die Liebe Gottes wehrt bei Frauen — und bei Maͤn⸗ nern auch — dem Unrecht beſſer, als Verſtand, Gewiſſen und Grundſaͤtze es zu thun vermoͤgen. Meine Mutter hielt es fuͤr gefährlich, den Reli⸗ gionsunterticht fuͤr die ſpäteren Jahre aufſparen zu wollen; ſie meinte, man muͤſſe den Leidenſchaften einen Damm entgegen werfen, noch ehe ſie anfluthen