Teil eines Werkes 
7. Band (1830)
Entstehung
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haſt auch du, wie ſo viele Maͤdchen unſerer Zeit, ohne der Froͤmmigkeit zu ſpotten und ohne ihrer zu achten, die Belebung und die Stärkung deines reli⸗ giöſen Sinnes bis jetzt ganz außer Acht gelaſſen, weil du zu der Sammlung und der Pruͤfung, die ſie fordert, ſo wenig Luſt und Antrieb, als den dazu erforderlichen Ernſt in dir gefunden haſt; du hältſt dich dabei fuͤr gut und unverdorben aber woher nimmſt du die Sicherheit, es zu bleiben? Hoffent⸗ lich iſt dein Herz, wie dein Leben, rein, aber biſt du frei von Leichtſinn? frei von Muͤßiggang, Eitel⸗ keit, Putzſucht, Gefallſucht, frei von Neid, Falſch⸗ heit und Hochmuth? Weißt du um den furchtbaren Zuſammenhang, in dem die fehlerhaften Neigungen unſers Herzens mit den laſterhaften ſtehen? und wenn du nicht jetzt, in der Furcht und der Liebe Gottes dich uͤbſt, deine kleinen Fehler zu bekämpfen, woher willſt du dann die Sicherheit nehmen, einſt keine pflichtvergeſſene Gattin, keine thorichte Haus⸗ frau, keine ſtrafbare Mutter zu werden? Wähne nur nicht, mit der angebornen Gutmuͤthigkeit deiner Natur die Verſuchungen des Lebens beſtehen zu können; dieſer Wahn iſt eben ſo ſchädlich als allge⸗ mein; nur auf den erhabenſten Hohen der Menſch⸗