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ihnen zur Natur werde. Was ich lernte, mußte ich gruͤnd⸗ lich lernen, aber ich ward nicht in Vielem unterrichtet, und vorzuglich war meine Mutter dem, was man in un⸗ ſern Zeiten eine äſthetiſche Bildung nennt, unguͤnſtig ge⸗ finnt; ſie meinte, dieſe rege meiſiens nur ein phantaſti⸗ ſches Schönheitsgefuͤhl im Menſchen auf, und ſpiele ihm täuſchend und vorübergehend eine ſittliche Kraft vor, die nicht im Charakter durch ſie begruͤndet werde, und daher ſich auch nicht im Drang der Wirklichkeit vewähre. Sie wollte mich durchaus zu nichts, als zu einem fleißigen gottesfuͤrchtigen Maͤdchen bilden⸗ Liebes junges Mädchen, das du hier die Be⸗ ſchraͤnktheit, in der und fuͤr die ich erzogen wurde, belaͤchelſt, haſt du, das du vielleicht ſchoͤn ſingen, tanzen, malen, Clavier ſpielen kannſt, das du viel⸗ leicht fertig franzöſiſch, italieniſch und engliſch ſprichſt, und Gott weiß, was ſonſt noch Alles füͤr modiſche Fertigkeiten und Kenntniſſe beſitzeſt: haſt du dich ſchon irgend einmal ernſtlich befragt, ob du denn auch gelernt haſt, was dich in Stunden des Leidens zu erheitern, Geduld in dein Herz zu bringen ver⸗ mag, und Freudigkeit des Gehorſams und der Liebe zu Gott? Präfe dich einmal, ob du weißt, was Gottesfurcht und Gottesliebe iſt. Wahrſcheinlich
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