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einigen Umriſſen andeuten, nicht Euch ein Gemalde davon geben.
Den Zweck aller Menſchenbildung und Erziehung fand meine Mutter in dem Beſtreben, meinem Blick eine Richtung uͤber das Iidiſche hinaus, auf das Ideal eines ſittlich⸗religiöſen Sinnes und Wandels zu geben. Sie legte in mein Leben den ewigen, unausſprechlichen Segen, daß ſie fuͤr meine ganze Denk⸗ und Empfindungskraft den Gedanken an Gott zur Gewohnheit, zur Wurzel meines Daſeins machte, und das nicht durch Lehre, ſondern durch das Beiſpiel ihrer eignen Froͤmmigkeit und der Hei⸗ ligkeit ihrer Geſinnung. Nie war in ihrem Betra⸗ gen etwas, das meinen kindiſchen Verſtand auf den Gedanken hinzulenken vermochte, mein Thun und Wollen ſolle ſich nach der Willkuͤr ihres Sin⸗ nes richten; jedes ihrer Gebote — von Verboten hielt ſie nicht viel — war immer Hinweiſung auf ein hoͤheres Geſetz, dem auch ſie ſich in Ehrfurcht, Freudigkeit und Gehorſam unterworfen zeigte. Sie glaubte, daß es, je juͤnger ein Kind, auch je leichter ſei, ſein Herz Gott zuzuwenden, und in ihm eine, in ſpätern Lebenszeiten jeder irdiſchen Neigung über⸗ mächtige Liebe zu religiöſer Sittlichkeit zu erwocken


