Teil eines Werkes 
6. Band (1830)
Entstehung
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hoͤr und den ganzen erſten Tag unſerer Wander⸗ ſchaft hatten wir nichts zu unſerer Erquickung, als den Trunk aus einer friſchen Quelle, die wir auf unſerm Wege trafen.

Nie, ſagte mir Eliſe,biſt Du mir ſo theuer geweſen, als in dieſer Stunde, wo Dein Herz ſich als ein wahrhaft gottergebenes bewährt. Und iſt nicht auch dieſe Pruͤfung leichter, als wir glauben? Wir ſind auf dem Weg in's Vaterhaus, wir wan⸗ dern, bis daß unſere Kraft ermattet, und ſinken dann nieder, um in demſelben zu erwachen. O wie milde, wie troͤſtend iſt der Tod, wenn er uns die ſchwere Lebensburde abnimmt, und wir ihn mit reinem Herzen erwarten koͤnnen!

Am Morgen des zweiten Tages traf ich einen armen Bettler mit einer Frau und drei Kindern auf unſerm Wege an; jedes von ihnen hatte ein Stuͤck Brod in der Hand; ich ſah ihnen lange unver⸗ wandt zu und nahte mich dann dem Bettler, ihn um ein kleines Stuͤck Brod aus ſeinem Bettelſack fuͤr mein Kind zu bitten, das vor Hunger herzzer⸗ ſchneidend wimmerte.Daß ſich Gott erbarme! antwortete mir der großmuthige Menſch,es thut mir innig leid, Jemand zu ſehen, der noch ärmer