Teil eines Werkes 
6. Band (1830)
Entstehung
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nehmen Sie hier, was ich Ihnen geben kann, aber huͤten Sie ſich, dieſen Weg zum jweiten Mal zu be⸗ treten, es wuͤrde Sie unfehlbar in's zeitliche und ewige Verderben ſtuͤrzen.

Bei dieſen Worten ſteckte er mir zwei Louisd'or in die Hand und verſchwand, ich weiß nicht wie, aus meinen Augen; denn meine Verwirrung und mein Schrecken waren ſo groß, daß ſie mich des Gebrauchs meiner Sinne beraubten. Erſt nach einigen Minu⸗ ten ward ich mit Entzucken des Beſitzes meines Schatzes mir bewußtz ich eilte zu einer Lampe hin, die in einiger Entfernung hing, und ſah nun, daß es Gold war, was ich in der Hand hatte.

Thränen fuͤllten mein Auge, der Grimm, wo⸗ mit mein Herz gegen Gott und Menſchen angefuͤllt geweſen war, verſchwand, und es erwachten wieder in meiner Bruſt Regungen der Reue und der Menſchlichkeit. Ach, ſagte ich mir ſelbſt, dieſe Fin⸗ ſterniß der Nacht iſt kaum dunkel genug, mich vor

dem Richterſtuhl der Menſchen zu ſchutzen, und hell

angezeichnet iſt und bleibt meine That in dem Rich⸗ terbuch der ewigen Gerechtigkeit. Nur Gottes Gnade hat mich vor einem Verbrechen bewahrt und mich von dem Abgrund weggeriſſen, in den ich ſtuͤr⸗