Erkennens und des Wiſſens hat ein jeder Menſch, und das Recht, ihn um ſich zu ziehen, liegt in ſeinem Daſein als Menſch; aber das Goͤttliche, das Schoͤne, nur aus der Sehnſucht nach ſeiner eignen Offenbarung Erbluͤhende im Leben, kann nur in der Liebe zu Gott erfaßt und empfunden werden und iſt freie Gabe von Oben.
Vergeblich waͤhnen die Menſchen, ſich eigr ner Geiſtesmacht Gluͤck und Tugend erwerben zu können. Sie gewahren in ihrer thoͤrichten Ver⸗ blendung nicht, wie ein ſo eigenmächtiges Sein ihr Leben unſicher macht und es ſeiner ſchönſten Kräf⸗ tigung beraubt, da ihre Vernunft ſich nur zur Er⸗ kenntniß des Unrechten zu erheben vermag und ihr Dienſt daher immer nur ein negativer Tugenddienſt iſt. Wie reich iſt dagegen die Liebe und welch ein Friede erbluͤht ihrer ſtillen Zuverſicht des Himmli⸗ ſchen und Ewigen!
Den 5. Februar.
Das Einzige, was mich fuͤr all den Zwang, den mir mein hieſiges Leben auflegt, entſchadigt, iſt


