daher mit Dank das Anerbieten ihres Onkels, des Praͤſidenten H., an, der ſie in ſein Haus einlud. Zum erſten Mal trat ſie jetzt in die große Welt, in der ihren an Stille und Einkehr in ſich ſelbſt ge⸗ woͤhnten Sinn Veles verletzte, und wo ſie alle Neigungen ihres bisherigen Lebens verläugnen mußte, da die Dankbarkeit es ihr zur Pflicht machte, ſich in die Weiſe und den Ton des Hauſes zu fuͤgen. Andeutungen uͤber den Gang ihres innern und äu⸗ ßern Lebens finden wir in den folgenden Bruchſtuͤ⸗ cken ihres Tagebuchs, und das Streben, in Liebe und Wahrheit fromm vor Gott zu wandeln, das ſie ausſprechen, moͤge ihr die Neigung verwandter Herzen gewinnen.
Den 1. Januar 180—.
Ich lebe hier in einer mir bisher ftemden Welt, deren Gebilde meinen Geiſt beſchäftigen, ohne mein Herz zu intereſſiren, das im Gegentheil den Schmerz empfindet, ſich unter ſo vielen Menſchen verein⸗


