ſie der Pfreil des Todes getroffen, ſah er ſie erbe⸗ ben, ſchwanken und den Aſchenkrug erfaſſen, um ſich vor dem Sinken zu bewahren. „Stirb nur, ſtirb nur,“ murmelte er dumpf und leiſe; „dann ſind der Opfer drei; denn auch dieſe,“ fuhr er, ſich zu Johanna's Grabe wendend, fort, doch als ob dem Huͤgel der Engel ihrer Geduld und ihres ſtillen, kla⸗ geloſen Kummers entſchwebte, brach ſich die finſtre Gewalt ſeines Schmerzes, und ſanfter weinend ſank er an ihm nieder.
„Kraft, mein Gott, Kraft fuͤr dieſe Stunde,“ betete Thereſe, „und Troſt fuͤr ihn. Nimm mein junges, ſchuldloſos Leben zum Opfer und gib ihm fromme Geduld und erleichternde Thränen.“
Sie naͤherte ſich ihm, er breitete ihr die Arme entgegen und ſie ſank, ein Engel troſtverheißender Entſuͤndigung, an ſein Herz und weinte Ruhe, Faſ⸗ ſung und Ergebung in daſſelbe. „Wir ſehen uns nie wieder, Thereſe,“ ſagte er, ſie nach dem Schwei⸗ gen einer ſelbſt in ihrem Schmerz ſeligen Minute an ſein Herz druͤckend; „dies Grab ſteht dieſſeits zwiſchen mir und jedem Gluck der Liebe; nur buͤ⸗ ßend kann ich mich mit der Erinnerung verſoͤhnen und Frevel waͤre es, eine ſo reine, ſo ſchuldlos blu⸗


