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chen, zuruͤckzubleiben. Bald fand ſie das mit ei⸗ nem einfachen Denkmal gezierte Grab der beiden Schweſtern, und ſank weinend daran nieder.
Auch Treuburg hatte dieſe Morgenſtunde zur Schmerzensfeier an dem geliebten Grabe beſtimmt. In ſich verloren, ward er Thereſen nicht eher ge⸗ wahr, bis er, an der andern Seite des Huͤgels niederſinkend, ſie erblickte. „Allmächtiger Gott,“ rief er, „iſt es kein Traum! Thereſe hier an dieſem Grabe!“
Sie hörte die Stimme des Freundes, deſſen Schickſal ſo ſchwer auf ihrem Herzen laſtete; ſie ſah ihn blaß, in tiefe Trauer gekleidet, am Grabe der Geliebten knieen, die er, wie ſie glaubte, ein⸗ zig geliebt hatte und mit der ihm jede Hoffnung auf Gluͤck verſunken war. In jener Fuͤlle unend⸗ licher Liebe, zu der nur die Theilnahme am Schmerz geliebter Menſchen die enge Erdenbruſt erweitern kann, hob ſie ihr weinendes Auge zu ihm auf und ihm, uͤber das Grab hin, die Hand reichend, ſagte ſie: „ich weiß ſeit geſtern Abend, wer hier ruht, mein ungluͤcklicher Freund.“
„Und wiſſen Sie auch,“ fuhr er in duͤſtrer 2*


