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Univerſitätsfteund des Onkels, deſſen Ankunft er mit liebender Ungeduld erwartete.
Endlich, am zweiten Pfingſttag, erſchien der Erwartete; es war der Profeſſor N. Der Praſi⸗ dent fand ihn nach der erſten Freude des Wieder⸗ ſchens um Vieles ernſter und ſtiller, als er ihn nach ſeinen Briefen und fruͤhern Aeußerungen zu finden erwartete und forderte ihm am Abende, wo er, da der größte Theil der Geſellſchaft mit dem Spiele beſchaͤftigt, mit ihm und Thereſen allein war, eine Erklärung daruͤber ab. N. erzaͤhlte, um ſich zu rechtfertigen, das Familienſchickſal ſeines alten Freundes H. Er war der Arzt, in deſſen Hauſe Johanna geſtorben war.
Die Theilnahme an Treuburg's Schickſal wurde durch dieſe Erzählung zum herzzerreißendſten und ganz unaus ſprechlichen Schmerz fuͤr Thereſen. Sie brachte die Nacht in Thränen und Gebet hin. Mit der Morgendaͤmmerung weckte ſie ihr Mädchen; ſie wollte das Grab der beiden Schweſtern beſuchen. M. lag nur eine kleine halbe Meile von dem Gute ihres Onkels entfernt und ſie hoffte, zur gewoͤhnlichen Fruhſtuͤckszeit wieder da ſein zu können.
An der Kirchhofsmauer winkte ſie ihrem Mid⸗


