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lingsreiſe zu ſeiner Erholung beſchäftigt, beſchloß er, auf dieſer auch das neu erworbene Beſitzthum zu beſuchen, und ſchrieb an ſeinen Schwager, den Ge⸗ neral von D., ihn zu einem Beſuch dorthin einzu⸗ laden, den er um ſo inniger erbat, da er, ſelbſt kinderlos, in Thereſen die Tochter einer ſehr geliebten Schweſter kennen zu lernen wuͤnſchte. Ein Wunſch, der, wenn gleich lange gehegt, doch bei der weiten Entfernung ſeines Wohnorts von dem Aufenthalte des Generals bis jetzt unerfüllt geblieben war.
In der Trennung von Treuburgen war There⸗ ſen eine truͤbe Ahnung von dem Ernſt des Lebens geworden. Sie wußte nicht, warum ihr Leben jetzt ſo verödet, ihr Herz ſo ſchwer war; aber ſie fuͤhlte, daß es ſo ſei, und freuete ſich in von ihr ſelbſt un⸗ verſtandener Innigkeit einer Reiſe, die ſie dem Wohnorte des fernen Freundes ſo nahe fuͤhrte, daß ſie mit hochſter Wahrſcheinlichkeit darauf rechnen durfte, ihn wieder zu ſehen.
Sie fand auf dem Gute des Praſidenten eine zahlreiche Geſellſchaft vor, die ſich von Tage zu
Tage vergroßertes doch fehlte unter den aus der Ge⸗
gend und aus M. geladenen Gaͤſten noch ein alter Tarnow's Schriften VI. 2


