Teil eines Werkes 
6. Band (1830)
Entstehung
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reiten Sie ihn auf das vor, was geſchehen wird. Ich weiß, Gott wird es ihm tragen helfen.

Der Arzt erſchrak; da er ſie aber nicht krank fand, hielt er ihre Worte nur fuͤr Eingebungen einer ubermaͤchtig gewordenen Phantaſie und einer ſchwaͤr⸗ meriſchen Ueberſpannung. Sie lächelte ſanft, als ſie ſeine Meinung errieth und fuͤgte ſich willig in alle ſeine Vorſchriften. Sie ſah ihren Vater, ſie ſah Treuburg, Beide noch ſegnend und ſie troͤſtend ermunternd, in Gottſeligkeit den Schmerz dieſes Le⸗ bens zu tragen. Am Morgen des vierten Tages begrub man ſie neben Sophien.

Vor dem Weggange aus dem väterlichen Hauſe hatte ſie Alles geordnet und mit dem Einkauf von Sophiens Leichenbeſtattung zugleich ihre eigne be⸗ ſorgt und verfertigt. In ihren hinterlaſſenen Pa⸗ pieren fand man Aeußerungen, die es verriethen, daß ſie, in allem Ein Herz und Ein Leben mit Sophien, es auch mit ihr in ihrer Liebe fuͤr Treu⸗ burg geweſen war.

Der Präſident von S ein Bruder von The⸗ reſens verſtorbener Mutter, war durch Erbſchaft Beſitzer eines nahe bei M. liegenden Gutes gewor⸗

den. Schon ſeit länger mit dem Plane einer Früh⸗

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