Teil eines Werkes 
6. Band (1830)
Entstehung
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hoͤrte ſie auch ſchon die Thuͤr des Vaters ſich öffnen, und dieſen, von ihrem Maͤdchen begleitet, die Treppe betreten.

Um Gottes willen! rief ſie,fort, wir ſind verloren, wenn er Sie hier trifft! Das Zimmer hatte nur einen Ausweg; kein Cabinet, kein Verſteck, nichts mit dem Muth der Verzweif⸗ lung riß Treuburg das Fenſter auf, und ehe Jo⸗ hanna einer Ahnung ſeines Beginnens faͤhig gewor⸗ den war, ſprang er hinaus. Der Tollkuͤhne kam unverletzt davon; aber das Schickſal band an ſeine Unbeſonnenheit eine entſetzliche Folge, da Sophie von dieſen epileptiſchen Krämpfen nie wieder ganz befreit ward. .

Wer fuͤhlt nicht den Stachel des giſtigen Be⸗ wußtſeins in Treuburg's Seele, das jugendlich bluͤ⸗ hende Leben der Geliebten ſo finſter verſchattet zu haben! In halbem Wahnſinn kam er in ſeinem neuen Aufenthalt an; doch eben dieſer finſtere Ernſt, dieſe Scheu vor allen lauten Gelagen, erwarben ihm, verbunden mit einer großen Puͤnktlichkeit im Dienſt, das Wohlwollen des Generals, der ihn zu ſeinem Adjutanten ernannte. Bald aber behauptete die Jugend ihr Recht; das entſetzliche Bild der in furcht⸗