Teil eines Werkes 
6. Band (1830)
Entstehung
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gewaltſam mit dem Schmerz dieſer ſtummen, vom Auge des Vaters bewachten Abſchiedsminuten. Vergeblich hatte aber Treuburg auf eine Mi⸗ nute gehofft, in der er Sophie nur noch einmal an ſein Herz druͤcken und ihr zum Lebewohl die Ver⸗ ſicherung ſeiner Liebe und Treue wiederholen konnte; der alte H. blieb ſtets gegenwärtig und er mußte am Abend ſcheiden, ohne von Sophien ein Wort der Liebe und der Verheißung gehoͤrt zu haben. Der Vater begleitete ihn beim Weggehen bis zur Thuͤr des Vorzimmers; jetzt ſtand Treuburg auf der dun⸗ len, ſchwach erleuchteten Flur ganz allein; keiner der Dienſtboten war zu ſehen; ohne alle Ueberlegung, nur der Eingebung des Augenblicks gehorchend, ging er, ſtatt aus dem Hauſe, die Treppe hinauf, in das Zimmer der beiden Schweſtern, hoffend, eine von dieſen werde kommen, er dadurch die Gelegen⸗ heit erhalten, Sophie zu ſehen und er ſich dann während des Abendeſſens der Familie wohl Mittel finden, das Haus unbemerkt verlaſſen zu konnen. Allein es war ſchon ſpäter, als er glaubte; gleich nach ſeinem Weggange ward der Tiſch ge⸗ deckt; man und Sophie kam erſt zur Schlafens⸗ zeit in ihr Zimmer und zwar allein, da Johanna,