Teil eines Werkes 
6. Band (1830)
Entstehung
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ward fuͤr das zartempfindende Maͤdchen zum Geſund⸗ heit zerſtoͤrenden Weh. Der Vater ſah das Verbluͤ⸗ hen ſeiner Tochter und wußte Treuburg's Verſetzung zu einem andern Regiment zu bewirken. Dieſer mußte gehorchen, doch mit bitterem Unmuth ſah er durch die Wachſamkeit des Vaters jeden Verſuch, Sophie noch einmal vor ſeiner Abreiſe zu ſprechen, vereitelt; ſelbſt ihr bis jetzt ungeſtort gebliebener Brief⸗ wechſel ward unterbrochen. Entſchloſſen, auch das Aeußerſte zu wagen, ging er am Abend vor ſeiner Abreiſe geradezu in das Haus des alten H., zwiſchen dem und ihm es noch nie zu einer offenen Erklaͤrung und erklaͤrter Feindſeligkeit gekommen war.

Er fand die Familie am Theetiſch verſammelt; Sophie ſehr bleich und von ſeinem unvermutheten Anblick gewaltſam erſchuttert; Johanna, die im eigen⸗ ſten Sinne des Wortes nur in ihrer Schweſter lebte, den Schmerz und die Freude ſeines Anblicks mit dieſer theilend; wen alten H. uͤberraſcht, aber ganz hoͤflich, da ihn die auf morgen bevorſtehende Abreiſe verſoͤhnte. Man war indeſſen gegenſeitig ſehr ge⸗ ſpannt und die Unterredung blieb peinlich gezwungen. Sophie, die Treuburgen mit unendlicher Gewalt, mit ſeltener Staͤrke des Herzens liebte, rang ſtill, aber