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Jugendgeliebte das Opfer eines Verfuͤhrers aus dem⸗ ſelben geworden war, der ſie erſt mit ihrem Verlob⸗ ten entzweit, dann verfuͤhrt, dann verlaſſen hatte. Im Beſitz allgemeiner, durch Sittlichkeit, Haͤus⸗ lichkeit und Wohlerzogenheit erworbener Achtung, fehlte es beiden Schweſtern, die noch dazu die einzigen Kin⸗ der eines reichen Vaters waren, nicht an Bewerbun⸗ gen mehrerer vortrefflichen Maͤnner ihres Standes; aber Sophiens Herz entſchied fuͤr den Lieutenant Treuburg, und feſt beſchloß ſie, ihm freilich nie ge⸗ gen den Willen ihres Vaters ihre Hand zu geben, doch dieſe auch beſtimmt keinem Andern zu reichen. Treuburg's Liebe, in ihrem Urſprunge nur eine leichte Jugendneigung, erhielt durch die ſich ihr entgegen⸗ ſtellenden Schwierigkeiten ernſtere Bedeutung und
hoͤheren Gehalt. Der alte H. wurde auf das Ver⸗
haͤltniß der beiden jungen Leute aufmerkſam und ent⸗ fernte Treuburgen aus ſeinem Hauſe, in dem er ſich Zutritt zu verſchaffen gewußt hatte, ſo wie er auch ſeiner Tochter die Gelegenheit entzog, ihn außer dem⸗ ſelben, in Schauſpielen, Concerten, Geſellſchaften und auf Bällen zu ſehen. e
Man ſah ſich nun heimlich; was aber fuͤr den
Mann nur den Reiz eines Jugendabenteuers hatte,
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