Teil eines Werkes 
5. Band (1830)
Entstehung
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dieſer, jetzt gegen ihn fechten zu wollen, vergeblich umringte man Theodor, um ihn aus dem Zimmer zu fuͤhren; mit der Wuth eines Raſenden riß er ſich los und, auf ſeinen Gegner zueilend, ſtuͤrzte er ſich ſelbſt in deſſen zur Vertheidigung vorgehaltenen Säbel.

Die Wunde war tief und der Blutverluſt ſo ſtark, daß man ihn fuͤr todt in ſeine Behauſung trug. Thorilde war noch auf. Eine namenloſe Angſt hatte ſie den ganzen Abend bis ſpaͤt in die Nacht hinein ruhelos umhergetrieben. Schmerzen⸗ der denn je druͤckte ſie der zerſprungene Ringz ſie verſuchte, was ſie auch ſchon fruͤher oft gethan hatte, ihn vom Finger abzuſtreifen; aber er war zu feſt in dieſen hineingedruckt, als daß der Verſuch gelingen konnte doch jetzt, in dieſer oͤden, ſchauer⸗ lichen Mitternachtsſtunde ſprang er mit einem Klange, dem gleich, deſſen Ton ſchon einmal ſo gräßlich ſchrillend an ihr Ohr geſchlagen hatte, in zwei Hälften von einander, und mit einem Schrei des Entſetzens ſank ſie vor dem neuen noch unge⸗ kannten Schmerz, den das Schickſal in dieſer Stunde fut ſie bereitet hatte, auf ihre Kniee