Teil eines Werkes 
5. Band (1830)
Entstehung
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die Hausthuͤre oͤffnete ſich; es riß ſie den Eintre⸗ tenden entgegen ihr erſter Blick traf auf Theo⸗ dor, der, uͤberſtroͤmt von Blut, bleich und beſin⸗ nungslos in den Armen lag.

Keiner von dieſen kannte die Frau, die jetzt mit einem Ausdruck von Schmerz und Verzweif⸗ lung, der jeden Anweſenden erſchuͤtterte, vor dem Todtwunden niederſtuͤrzte. Theodor hatte, aller Wahrſcheinlichkeit nach, nur noch wenige Augen⸗ blicke zu athmen; man wollte ihn daher nicht mehr die Treppe hinauf bringen, und Thorilde winkte ſeinen Traͤgern ſtumm, ihr zu folgen. Sie vergoß keine Thräne; nur zuweilen wand ſich ein Aechzen aus ihrer Bruſt, das ſichtbar durch jede Nerve ihres Weſens zuckte und ſo ſchritt ſie voran zu ihrem Stuͤbchen, wo man den Verwundeten auf ihrem Lager bettete.

Man hatte ſchon nach einem Wundarzt ge⸗ ſandt; Thorilde kniete ſtarr und bleich neben ihm; nur zuweilen, wenn der Todeskampf ihm einen röchelnden Seufzer auspreßte, hob ſich ihre Bruſt gewaltſam und ihr Blick und ihre Hand hoben ſich