ſoll den Menſchen mit der Grauſamkeit des mora⸗ liſchen Geſetzes verſöhnen, wenn es ihm das Opfer des einzigen Gluͤckes, das er zu erreichen ſtrebt und zu wuͤrdigen weiß, abfordert; wenn es ihn zwingt, das Weſen, das er liebt und dem er mit der groß⸗ ten Herzensqual einen Herzensſchlag erkaufen möchte, eben ſo elend zu machen, als er ſelbſt iſt, und dann der Ruͤckblick auf die Bewegungsgruͤnde ſeines Han⸗ delns, das Bewußtſein, den reinſten Vernunftgeſetzen, den erhabenſten Vorſchriften der Moral gehorcht zu haben, nicht die Kraft hat, das Jammergeſchrei ſei⸗ ner zerriſſenen Seele auf einen Augenblick, einen einzigen Augenblick der Erholung nur von ſolcher Qual zu ſtillen? — muß denn der Menſch nicht hoffnungslos ein Raub der Verzweiflung werden, und ſo gemartert die Tugend giftig haſſen lernen, die er fruͤher vergötterte? muß er nicht mit einem Fluch gegen die Macht untergehen, die in ſeinem Daſein ſein Recht auf Gluͤck begruͤnden oder ihn unerſchaffen laſſen mußte? —
Das Erdenſchickſal legt uns dieſe dunkeln Räth⸗ ſelftagen zuweilen vor; aber fuͤr den Glauben gibt es kein Räthſel ohne troſtende, ja ohne erhebende
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