Teil eines Werkes 
5. Band (1830)
Entstehung
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die Baronin es verſtand, derſelben ganz den Anſchein einer geheimen Flucht zu geben, und er alſo darin nur ein Werk ihres Willens ſah. So ſchnell, ſo heimlich hätte ſie ihn nicht verlaſſen können, wenn ſie auch nur Mitleid mit ihm empfand, und dieſe ſcheinbare gefuhlloſe Haͤrte der Geliebten empörte ſeine innerſte Seele in unbezaͤhmbarer Heftigkeit, und die tobende Fluth dieſer Leidenſchaft riß nun vetheerend den Schutz ſeiner Verhältniſſe gegen ſie nieder.

Er wollte rettungslos untergehen, denn nur dies, ſchien es ihm, könne Thorilde gewollt haben, und in ihm erwachte ein finſtrer Geiſt, der Allem Hohn ſprechen wollte, was ſie ihm fruͤher als heilig

und unverletlich geprieſen hatte. Worin beſtand

denn ſein Verbrechen und ihr Recht, es zu ſtrafen? War er nicht unfreiwillig aus ſeiner Ruhe aufge⸗ riſſen, das Opfer dieſer Leidenſchaft geworden? Je tiefer er es fuͤhlte, wie unbeſchreiblich ungluͤcklich er ſei, deſto ſchaͤrfer ward auch ſeine Bitterkeit, die in ihren Aeußerungen auf Gattin und Schweſter kraͤn⸗ kend zuruͤckfiel. Franzisca ward jetzt recht tief durch ihn betrubt, ſeine Schweſter erzuͤrnt. Mitunter fiel