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Jetzt wurden dieſe Träume duͤſtrer, unordent⸗ licher und verworrener — ſie empfand in ihnen den Schmerz, den Freund von Gefahren bedroht zu ſehen, und doch blieb ihr beim Erwachen kein deut⸗ liches Bewufßtſein des Getraͤumten, ſondern nur ein allgemeiner Eindruck von Schrecken, Angſt und Jammer. Sie fand auf dieſe Weiſe, nach der er⸗ ſchoͤpfenden Abmattung ihres muͤhſeligen Tagewerks wohl Schlaf, doch nie Ruhe, da ſie faſt naächtlich mit Entſetzen und Angſtgeſchrei aus dieſen Traäumen auffuhr und dann bis zur Marter vergeblich ſich anſtrengte, den finſtern Eindruͤcken Geſtalt und Be⸗ ſonnenheit zu geben.
So fuhr ſie auch einmal in namenloſem Beben vor einem naͤchtlichen Schreckbilde auf, und diesmal war es mehr als ein Traum geweſen; der ſchrillende, ſchneidend helle Klang, von dem ihr getraͤumt halte, er ſchneide ihr Herz von einander, zog ja noch ver⸗ klingend durch ihr Zimmer, und ihr war, als löſe ſich vor ihm ihr tiefſtes Leben in Schmerz und Jammer auf und ſie mußte immerfort weinen, bis ſich das ermattete Auge ſchloß und mit der anbre⸗ chenden Morgenroͤthe ein ſtillerer Geiſt ſie wieder in Schlaf und Betaͤubung einſenkte.
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