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anerkennen muͤſſen. Der wahrhaft Elende hat keine Hoffnung, keine Zukunft; aber eben deßhalb haͤngt er mit deſto ungetheilterer Kraft an dem einzigen, was ſein iſt, dem jämmerlichen Augenblicke einer verzweiflungsvollen Gegenwart. Und doch fordert der Gluͤckliche, der nur den Schmerz, nicht das Elend kennt, faſt immer, daß das ſchwache Rohr, auf das gelehnt, er ungebeugt durch das Leben geht, auch dem Verzweifelnden zur Stutze dienen ſoll. Der wahre Jammer hat Geheimniſſe, deren räthſel⸗ haften Abgrund noch nie das Auge eines Gluͤcklichen burchdrungen hat und deſſen Tiefe die Ewigkeit allein einſt zu enchuͤllen und zu rechtfertigen vermag.
In einer großen Stadt hätte Thorilde in ihren Talenten, ihren Kenntniſſen und ihrer Geſchicklich⸗ keit in Verfertigung feiner Handarbeiten wohl Mit⸗ tel gefunden, ſich gegen die Gefahr einer huͤlfloſen Verarmung zu ſchuͤtzen; aber ihr fehlte das Geld zur Fortſetzung ihrer Reiſe, und dann ohne Empfeh⸗ lungen, ohne Bekanntſchaft, einzig der Willkur des Zufalls preis gegeben, war ihr Muth gebrochen; die ganze Welt erſchien ihr wie eine Wuͤſte, ſie konnte nicht mehr gegen ihr Schickſal käͤmpfen, ſondern ſich
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