Teil eines Werkes 
5. Band (1830)
Entstehung
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ihm nur noch leidend hingeben. Matt und muͤhſam ſchlich ſie von einem Tage zum andern hin, ängſt⸗ lich bemuͤht, Mittel zu irgend einer kuͤmmerlichen, ſie vor dem Verhungern ſchuͤtzenden Lebensfriſtung aufzufinden. .

Ihre Wirthsleute, die ihre Verlegenheit zum Theil kannten, zum Theil erriethen, ſchlugen ihr gutmuͤthig vor, bei ihnen zu bleiben und ſich von Handarbeit und Schulhalten zu ernähren. Sie nahm dieſen Vorſchlag an und bald war nun der Mechanismus ihres peinlichen Tagewerks in Gang gebracht. Welch ein Wechſel ihres Schickſals! Die Gräfin Adlerſtein, ehemals nur daran gewoͤhnt, Befehle zu ertheilen, nur beſchaͤftigt, Muſik zu ma⸗ chen, zu leſen, zu ſchreiben und in Geſellſchaft irgend eine zierliche, kunſtreiche Handarbeit zu ver⸗ fertigen ſie, ehemals der Stolz und das Ent⸗ zucken der glänzendſten und geiſtreichſten Zirkel, und jetzt! jetzt genöthigt, in einem kleinen, dunklen, dumpfen Zimmer acht bis zwoölf ſchmutzige und un⸗ erzogene Kinder um ſich zu verſammeln und ſie das A B 6C und Stricken und Naͤhen zu lehren die

inzigen Kenntniſſe, fur deren Nuͤtzlichkeit die Eltern