Teil eines Werkes 
5. Band (1830)
Entstehung
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ihre ſäͤmmtliche Dienerſchaft zuſammenrufen, der ſie ihren Lohn auszahlte und ihr die Verſorgung be⸗ kannt machte, die ſie fuͤr jeden von ihnen ausgemit⸗ telt habe, weil ſie, wie ſie ihnen ſagte, im Begriff, auf mehrere Jahre zu verreiſen, ihrer Dienſte nicht mehr beduͤrfe. Mit Thränen ſchieden Alle von der wohlthätigen, ernſt freundlichen Gebieterin; mit Thrä⸗ nen wurden ſie von ihr entlaſſen. Der beſtellte Wagen kam. Sie ließ den kleinen ſchon fruͤher ge⸗ packten Koffer aufbinden, und, noch ehe der Tag daͤmmerte, lagen die Thore der Reſidenz ſchon ge⸗ ſchloſſen hinter ihr, und als man dort am Morgen ihre Abſchiedskarten erhielt, war ſie ſchon mehrere Meilen weit einer Zukunft entgegen geeilt, fuͤr deren unbekannte Leiden und Freuden ihr die Vergangen⸗ heit keinen Maßſtab zu bieten hatte.

Von altadeligen, aber unbemittelten Eltern geboren, ward Thorilde fruh zur Waiſe. Ein ent⸗ fernter Verwandter wurde zum Vormund des Kin⸗ des ernannt, deſſen kleines Erbtheil kaum die Koſten