Teil eines Werkes 
5. Band (1830)
Entstehung
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Frauen, und unter Geſang und Tanz fiel der Vor⸗ hang. Tief erſchuͤttert dankte Thorilde den Freun⸗ den, die durch Herz und Kunſt dem täuſchenden Spiel ſo innigen Reiz und herzbewegende Wahrheit gegeben hatten, ohne auch nur entfernt zu ahnen, welchen Trennungstag dieſe Feier in aller Erinne⸗ rung zu bezeichnen beſtimmt ſei. Aber fuͤr Thorilde ward es zu viel; ihr Muth zerſchmolz in Wehmuth und Trauer bei dem Gedanken, daß ſie alle dieſe ihr wohlwollenden Menſchen zum letzten Mal ſehe, und mit dem heutigen Abend fuͤr immer aus ihrem Kreiſe verſchwinde.

Sie konnte ihnen nichts zuruͤcklaſſen, als ihre Wuͤnſche und ihr anmuthiges, von Allen gern be⸗ wahrtes Bild, und das Verlangen, dieſes ſcheidend feſt in ihrer Aller Sinn zu druͤcken, lieh ihrem We⸗ ſen einen ſo ſuͤßen Zauber, daß alle ihre Freunde, alle Anweſenden es ſich eingeſtanden, ſie nie ſchoner und liebenswuͤrdiger, als in dieſer Verklärung des Wiederſcheins innerer Ruͤhrung und liebevoller Hin⸗ gebung geſehen zu haben. Erſt gegen Morgen trennte ſich die Geſellſchaft. Thorilde vertauſchte, ſo⸗ bald ſie nach Hauſe kam, ihre prachtvolle Kleidung mit einem einfachen Reiſeanzuge, und ließ dann