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ren, ihr zu huldigen. Von den Gluͤckwuͤnſchen der Geſellſchaft empfangen, trat ſie, von dem Herrn des Hauſes gefuͤhrt, in einen Saal, deſſen Hintergrund ihr, als der verhuͤllende Vorhang aufflog, in täuſchen⸗ der Aehnlichkeit den großen, mit Acacien eingefaßten Grasplatz zeigte, auf dem ſich im Garten des von ihr ehemals mit ihrem Gemahl bewohnten Gutes am Sonntag ihre Bauern zu verſammeln pflegten. Das Geſpraͤch, in welchem dieſe jetzt beim Aufflie⸗ gen des Vorhangs begriffen waren, bezog ſich auf die Vergangenheit. Man ſprach von dem verſtor⸗ benen Grafen, von der herrlichen, allgeliebten Gräfin. Jeder wußte einen Zug ihrer Milde, ihrer Freund⸗ ſichkeit, ihrer Großmuth und der Klugheit, mit der ſie ſo manche nuͤtzliche Neuerung nach und nach ohne Widerſtreben eingefuͤhrt habe. Da wankte ein altes Muͤtterchen herbei, das ſie in einer ſchweren Krankheit einſt ſelbſt gepflegt, und dann ſeit Jahren verſorgt und unterhalten hatte, und erinnerte die verſammelten Ballern daran, daß heut der Geburts⸗ tag ihrer unvergeßlichen Wohlthäterin ſei. Mit Ju⸗ bel ward dieſe Erinnerung aufgenommen und be⸗ ſchloſſen, den ſchoͤnen Tag zu feiern. Die ganze Dorfſchaft verſammelte ſich, Kinder, Greiſe, Männer,


