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auch ich nie den wuͤrdigſten und theuerſten meiner Freunde.“
Sanft bog ſie ſich hier mit naſſen Augen zu ihm hin, und hauchte einen leiſen Kuß auf ſeine Stirn. Erſchuͤtternd durchfuhr ihn eine bange Ah⸗ nung; doch ehe er ſich noch die Moͤglichkeit einer nahen Trennung klar zu denken vermochte, war ſie ſchon, nach einer innigen Umarmung ſeiner Kinder und einem Blick auf ihn zum Lebewohl in das Nebenzimmer entwichen, und vergoß dort ungeſehen und einſam die ſchmerzlichſten Thräͤnen, die je ein reines, heißes Herz in dem Gefuͤhl geweint hat, daß ſein Daſein nie zur Offenbarung des Gluckes und der Herrlichkeit wurde, zu der ſein Adel und ſeine Treue es berechtigten.
Doch nur in verborgener Einſamkeit floſſen
dieſe Thraͤnen. Die tief und zart empfindende Tho⸗
rilde, mit dem ſchmerzlichen Gefuͤhl verfehlten Gluͤ⸗ ckes, mit dem wunden Herzen voll unendlicher Sehn⸗ ſucht und Wehmuth blieb in dem Cabinet zurück, und nur die ſchimmernde, in aller Pracht ihres Standes glaͤnzende, von Geiſt, Witz und Munter⸗ keit beſeelte Gräfin Adlerſtein trat am Abend in den
furſtlichen Pallaſt, wo alle Kuͤnſte aufgeboten wa⸗


