verlaͤſſigen Freundes zum Ordnen ihrer Angelegenhei⸗ ten bedurfte; aber ſeine innigſten, kummervollſten Bitten hatten ihr den Ort ihres kuͤnftigen Aufent⸗ halts, und ihren Plan fuͤr ihr kuͤnftiges Leben nicht entreißen konnen. „Die Witwe des Grafen Adler⸗ ſtein,“ ſagte ſie ihm ernſt, „darf nie in der Welt als huͤlfsbeduͤrftig, nie als ein Gegenſtand des Mit⸗ leids erſcheinenz es liegt mir ob, nach dem Verluſt ſeines Vermoͤgens die Wuͤrde ſeines Namens zu behaupten, und dazu gibt es nur einen einzigen Weg, den der tiefſten Verborgenheit. Bande aber, wie die, die mich an die Welt knuͤpfen, wollen nicht ge⸗ loͤſet, ſie wollen zerriſſen ſein, und darum darf ich mir fuͤr die nächſte Zeit keinen Verkehr mit meinen Freunden erlauben. Wer weiß, welchen freundlichen Wandel des Schickſals die Zeit aber noch einſt wie⸗ der herbeifuͤhrt.“
„Und wie,“ fragte er ſie jetzt, als ſie mit ſo ernſt holder Milde ihn zu beruhigen verſuchte, „ſoll ich Ihren Verluſt und dies grauſame Dunkel, in das Sie Ihre Entſchluſſe und Ihre Zukunft huͤllen, ertragen lernen?“
„Durch den Gedanken, daß mein Schickſal nicht ſo hart iſt, wie es Ihnen erſcheint, und daß nur
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