Teil eines Werkes 
3. Band (1830)
Entstehung
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von ihm geliebte Freundin, ſagte Natalie ſtill be⸗ trubt, und druͤckte ſie ſanft weinend an ihr Herz. Gott laſſe mir ſeine Rettung gelingen, und dann ge⸗ denkt meiner zuweilen, wenn Ihr gluͤcklich ſeid.

Zwei Tage darauf kam ſie in Weſel an. Sie ließ ſich bei Victorinen melden, und ward von ihr mit jubelndem Entzuͤcken aufgenommen. Zitternd und todtenbleich ſank ſie bei ihrem Eintritt vor ihr nieder.Ich komme, ſagte ſie ihr in Tonen, de⸗ nen kein Herz zu widerſtehen vermochte,Dich an eine Schuld zu mahnen, die Du jetzt mit der Se⸗ ligkeit meines Lebens löſen kannſt.

Aufſchreiend vor Schmerz, ſie in dieſem Zu⸗ ſtand zu ſehen, ſank Victorine neben ihr nieder, und flehte ſie an, nur zu reden, und auf ſie zu rech⸗ nen im Leben und im Tode.

Da vertraute ihr Natalie ihre Liebe und ihren Schmerz und ihren feſten Entſchluß, Valuda zu ret⸗ ten, oder hier mit ihm zu ſterben.

Victorine eilte zu ihrem Gatten, und fuͤhrte ihn herbei. Ein langer, harter Kampf begann, ehe Natur, Menſchlichkeit und jene ewigen, in die Bruſt des Menſchen gegrabenen Geſetze, die keine Menſchenſatzung aufzuheben vermag, ſiegten, und er ſeine Mitwirkung zur Ausfuͤhrung des von Nata⸗ lien entworfenen Planes, der ſie ſelbſt der groͤßten Gefahr preis gab, verſprach.

Von allen ſeinen Ungluͤcksgefäͤhrten lebte Va⸗