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fruͤher mit heißer Liebe umfaßten, ſpaͤter mit un⸗ vergaͤnglichem Schmerz verlornen Hoffnungen fuͤr ſein Vaterland noch einmal einen neuen Strahl in ſeine Roͤmerſeele ſandten. Er griff zum Schwert, und ſchloß ſich an den kuͤhnen Fuͤhrer, deſſen aben⸗ teuerliches Unternehmen durch den Willen geadelt wird, wenn gleich der Erfolg es verdammt. Ein Tag entſchied das Schickſal von tauſend Helden⸗ herzen, der tapfre Fuͤhrer fiel; Valuda, der verzwei⸗ felnd an ſeiner Seite gefochten hatte, ſank ſchwer verwundet vom Pferde, und ward gefangen.
Mit Sturmwindseile flog die duͤſtre Kunde dieſer Kataſtrophe durch das Land, und kam auch bald zu Natalien. Ein dunkles Geruͤcht ſagte Va⸗ luda gefangen, wenn andre ihn den wackern Tod im Schlachtgewuͤhl finden ließen. Ihr Entſchluß, ihn, wenn er noch lebte, zu retten, oder mit ihm zu ſterben, war ſchnell gefaßt, und klar ſtand es nun vor ihrer Seele, was ſie bis jetzt in ſo wunderbarer Dunkelheit an das Leben, als an eine noch nicht geloͤſete Aufgabe gebunden hatte. Sie raffte zuſam⸗ men, was ſie an Geld und Geldeswerth aufbringen konnte, und eilte in die Gegenden, wo die feindlichen Armeen ſtanden.
Ein guter Engel war mit Natalien, und fuͤhrte ſie durch mannigfache Gefahren, unangefochten dem Ziel ihrer Reiſe zu.
Sie fand Valuda nicht mehr; aber ſie erfuhr


