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ner ſtrengen Gerechtigkeit doch noch ſo edel milder Sinn, mit dem er fruͤher die Zeit und die Men⸗ ſchen richtete, zum Grimm — freilich nur zum Grimm, wie er in einem ſo edlen, zum Haß wie zur Liebe gleich energiſchen Gemuͤthe wohnen kann, aber doch immer zum Grimm.
Der Glaube, das Vertrauen und die Liebe, die ehemals als freie Gabe in ihm wohnten, hielt er jett im Kampfe nur mit gewaltiger Kraft feſt. Und wo die fromme, heilige Entzuckung ſchonerer, freudenvollerer Zeit noch wieder aus der heiligen Tiefe dieſer großen Seele aufſtieg, und ſich wie ein himmliſcher Duft uͤber die Natur und das Leben zog, da erſchien ſie wie der helle Blitz einer ſihn voruͤbereilenden Verzuͤckung.
Da kam eine Sorge um ihn in Nataliens Herz, eine Sorge, zu zart fuͤr Worte, aber dieſe Sorge war die hochſte, die innigſte, treueſte Liebe, die je das Herz eines Weibes gefühlt hat. Hätte er ſich geliebt gewußt, wie ſie ihn liebte, ſo wäre die Gewißheit ſolcher Liebe die Vermittlerin zwiſchen ihm und einer in Unftieden verſunkenen Welt ge⸗ worden.
Es kam aber ein Zeitpunkt, wo die von ihm


