Teil eines Werkes 
3. Band (1830)
Entstehung
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muthmaßlichen Wunſche ihre letzte Freude zum Opfer dar. .

Dies Schweigen wurde Natalie dadurch ſehr erleichtert, daß ſie durch ſeine von Zeit zu Zeit er⸗ ſcheinenden neuen Werke mit ihm innig im Geiſte fortzuleben vermochte, und in jedem Buche den Schluͤſſel zu ihm, wie in ſeiner Individualitat den Schluͤſſel zum Buche fand. Sie gewann auf die⸗ ſem Wege eine ſo richtige Anſicht ſeines Charakters und ſeiner Eigenthuͤmlichkeit, ſeiner Grundſätze und Meinungen, wie ſie ihr der Jahre lange perſoͤnliche Umgang mit ihm nicht anſchaulicher zu geben ver⸗ mocht hätte.

Wer kennt nicht die ungeheuren Begebenheiten der letzten Jahre? ſie erneuerten in Valuda's Gemuͤth einen Kampf, den er fruͤher ſchon einmal ſiegreich beſtanden hatte. Aus ſeinem Ernſt wurde Strenge; aus ſeiner Feſtigkeit Scharfe, es ward fuͤhlbar, daß jene Bildung des Mannes, die ihm allein das Zuſammenleben mit einem liebenden und geliebten Weibe zu geben vermag, bei ihm unvoll⸗ endet blieb, und daß er, der Starke, auf ſeine Her⸗ zenswunde doch vielleicht ein eiſernes Pflaſter gelegt

hatte. So ward ſein großer, freier und in ſei⸗