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Natalie ging auf einige Wochen zu ihrer Schweſter, und dann nach Gremlin. Die Erinne⸗ rungen, die dieſer Aufenthalt in ihr wecken konnte, brauchte ſie nicht mehr zu ſcheuen, den Tadel der Welt nicht mehr zu fuͤrchten. Ihre Seele war reif geworden in den Schmerzen und Erſchuͤtterun⸗ gen dieſer letzten Jahre. Wie ein ſchwindendes Traumbild verſank das Nachtſtuͤck ihres Lebens in den Strom der Vergangenheit; das innere geheim⸗ nißvolle Leben der Liebe entfaltete ſich in ihr tiefer und reicher, und alle Erſcheinungen des äußeren verklaͤrten ſich ihr zu heiligen Sinnbildern; mit lan⸗ gen Zuͤgen trank ſie aus dem Quell der frommen, reinen Begeiſterung, die ſie von den irdiſchen Din⸗ gen ſchied, und ſie ſich als eine Geweihte des To⸗ des fuͤhlen lehrte.
Abgezogen von der Außenwelt fand ſie in ſich, was ſie zur Gluckſeligkeit und zum harmoniſchen Verſtaͤndniß mit ſich und der Welt bedurfte, und das Gefuͤhl, daß ihr dieſe Klarheit des Gemuͤths, dieſer himmliſche Friede der Seele, dies Schweigen des Verſtandes einzig aus der Liebe fuͤr Valuda aufgegangen waren, lehrte ſie dieſe immer richtiger als das Schoͤnſte und Göttlichſte ihres Daſeins


