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Es gelang ihr, Wege und Mittel ausfindig zu machen, die Theophil ſicher nach dem Orte ſeiner Beſtimmung fuͤhrten. Victorine blieb bei ihr. Im November ward ſie Mutter eines lieblichen Knaben, und Natalie ſah unter ihrer Pflege Mutter und Kind ſchoͤn und freudig dem Fruͤhling entgegen bluͤ⸗ hen, der Beide mit dem Gatten und Vater vereini⸗ gen ſollte. Sie begleitete Victorine auf der Reiſe durch die unwirthbaren Gegenden, durch die ſie ihr Weg fuͤhrte, und verließ ſie erſt an der Grenze, wo Theophil ſie erwartete.
Auch die Dankbarkeit kann in ſchoͤnen Seelen zu einer Leidenſchaft werden, die an Energie keiner andern weicht. Der Abſchied, den Victorine und Theophil von Natalien nahmen, war erſchutternd und feierlich. Die Erſtere legte ihren Sohn in Na⸗ taliens Arme, wie man Peiligen die Kinder zur Auflegung der Hände darreicht, damit ſie ihn ſegne. Sie konnte ſich nicht von ihr trennen, immer kehrte ſie zuruͤck, ſie noch einmal an ihr Herz zu druͤcken, endlich mußte ſie ſcheiden; aber Nataliens Andenken blieb in ihrem Herzen, und taͤglich erbat ſie ſich vom Himmel die Gelegenheit, ihr einſt vergelten zu kön⸗ nen, was ſie fuͤr ſie gethan.


