Teil eines Werkes 
3. Band (1830)
Entstehung
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Reichthuͤmer, mit allen Verfeinerungen des Lurus allen Raffinerien des Wohllebens ſeit fruͤhſter Kind⸗ heit ſo vertraut, daß ſie ihm zum Beduͤrfniß, zur einfachen Nothwendigkeit geworden waren, irrte Theo⸗ phil jetzt heimathlos und graͤchtet mit ſeiner Gattin umher. Auf ſeine Habhaftwerdung war im Ge⸗ heimen ein großer Preis geſetzt, und der Verrath ſchlich ihm hier, wo er vor offenbarer Gewalt viel⸗ leicht geſchuͤtzt war, doch heimlich auf jedem Schritt nach. Ein fernes Land bot ihm einen Zufluchtsort, aber jeder Weg dorthin war verſperrt, und bei ſeiner gaͤnz⸗ lichen Unkenntniß deutſcher Sprache und deutſcher Ver⸗ faſſungen mit faſt unuͤberſteiglichen Schwierigkeiten ver⸗ bunden. Victorine, die ſchoͤne, ſeit fruͤhſter Jugend von Allen, die ſie umgaben, vergoͤtterte Victorine, ſeine Gattin, ſollte jetzt in wenig Wochen Mutter werden. Ohne Obdach, ohne Geld, in einer rauhen Jahreszeit, in einem fremden, unwirthlichen Lande, erlag ihre Seele faſt dem Gewicht ihrer troſtloſen Verzweiflung, als die Vorſehung ihr Natalie zufuhrte. Wenig Stunden reichten hin, um dieſer das volle Vertrauen ihrer Gäſte zu erwerben, und als Erſatz fuͤr manchen herben Kummer ward ihr das Gluͤck, dies Vertrauen rechtfertigen zu können.