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Ruthe, und ſchlug unbarmherzig auf das zu ſeinen Fuͤßen nur noch winſelnde Kind los. Empoͤrt fiel ihm die Mutter in den Arm, und waͤhrend er ſich von ihr loszumachen, und ſie aus dem Zimmer zu draͤngen ſtrebte, floh die arme Natalie zum Fenſter, und ſtuͤrzte ſich vor den Augen der Eltern aus dem zweiten Stock des hohen Hauſes auf die Gaſſe hinab.
Ein Wunder erhielt ſie unbeſchaͤdigt, aber die feineren Lehenstheile hatten durch die heftige Er⸗ ſchuͤtterung gelitten, und ſie fiel in eine lange, ge⸗
faährliche Nervenkrankheit. Ihr Vater ſchwur der Mutter, Natalie nie wieder zu zuͤchtigen, und ihr die Erziehung derſelben allein zu uͤberlaſſen; allein mit dieſem Schwur war auch der Vater ganz fuͤr ſie verloren. Nie vergab er ihr die Empfindung, mit der er ſie fuͤr todt von der Straße aufgenom⸗ men und der Mutter entgegengebracht hatte.
Noch vor Weihnachten warf ſie jene Krankheit nieder, und als ſie zum erſten Mal wieder von ihrer Mutter, die ſie mit der treueſten Zaͤrtlichkeit pflegte, an die Luft getragen wurde, ſtanden die Pfirſich⸗ baͤume des Gartens hinter dem elterlichen Hauſe in voller Bluͤthe, und die Sonne laͤchelte das kleine


