Teil eines Werkes 
3. Band (1830)
Entstehung
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als Grund der Abneigung ihres Vaters, ihre fruͤhere

ſchen Eitelkeit der Erzieherin zum Spielwerk. Aber ſo wie die Leidenſchaftlichkeit ihres Gemuͤthes, durch das Gefuͤhl unverdienter Härte, und unſchuldig er⸗ duldeten Wehs im elterlichen Hauſe aufgeregt wurde, ſo ward jetzt in der Schule ihre Phantaſie zu einer noch verderblichern Thätigkeit gereizt. Von den ſechs Stunden, die ſie täglich in einem kleinen, engen Zimmer zubringen mußte, war nur eine dem Her⸗ ſagen ihrer Lection und dem Leſen ihrer Blattſeite beſtimmt. Die uͤbrige Zeit mußte ſie unthätig und ſtill ſitzend, mit der Fibel in der Hand, zubringen. Nur das rege Spiel ihrer Phantaſie vermochte dieſe Stunden auszufullen, und zu dieſem Nachtheil ge⸗ ſellte ſich ſpäter noch der des vielen Auswendigler⸗ nens von Geſaͤngen und Spruͤchen, welches, da ſie dem Gelernten keinen Sinn geben konnte, ihrem Gedaͤchtniß die gefährliche Fähigkeit erwarb, auch unbegriffen zu faſſen und zu bewahren.

Unter dieſen Umgebungen wurde der ſanften Pſyche bald die Mondſcheindammerung der erſten, ſuͤßen Kindlichkeit entriſſen; ein Verluſt fuͤr das innre Leben, der auch der Matrone noch fuͤhlbar bleiben muß. Natalie erfuhr in dieſem Zeitpunkt,