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barmen fuͤr ſie und ihn — ich ſah den Schatten des Ermordeten, fuͤhlte nur, Blutrache ſei dem Sohne Pflicht, der gegen den Gemahl der Mutter das Geſetz nicht aufrufen durfte, ohne auch dieſe dem Henkerſchwert zu uͤberliefern — ſie ſah das Piſtol in meiner Hand, warf ſich der Muͤndung ent⸗ gegen, und die Kugel, die ihm das Gehirn zer⸗ ſchmettern ſollte, fuhr in ihre Bruſt. Ihr letztes Wort war Fluch uͤber mich.“ —
Todtenbleich lehnte ſich Marabelli hier zuruͤck; der Abend war waͤhrend ſeiner Erzählung niederge⸗ ſunken, der ganze Himmel ſchwarz bezogen, loderte nur auf Secunden in ſich kreuzenden Blitzen auf — dumpf rollte der noch ferne Donner, der Sturm fuhr heulend durch die Wipfel der Bäume, und die emporten Meereswellen ſchlugen tobend an die Klip⸗ pen des Ufers. Amala umfaßte ſchweigend ihren ungluͤcklichen Freund. „Ein Schickſal, wie das mei⸗ nige,“ fuhr er nach langem Schweigen fort, „iſt nicht zu verſoͤhnen, und Frevel wäre es, die Kette nicht zu löſen, die Dich, den Engel, an den Gefallenen und Verfluchten, an den Muttermoͤrder bindet?“
„Nein,“ unterbrach ſie ihn, „mich ſcheidet nichts von Dir — ich habe Muth, mit der Hoͤlle


