Teil eines Werkes 
2. Band (1830)
Entstehung
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wurde mir klar! Ich hoͤrte nun im Fortgang des Geſprächs, wie im Publicum kein Zweifel daruͤber Statt finde, daß das Leben meines Vaters gewalt⸗ ſam durch die Hand des jetzigen Gatten meiner Mut⸗ ter verkurzt worden ſei. Ueberfuhrt von ihrer Treu⸗ loſigkeit ſtand er im Begriff, ſich von ihr zu tren⸗ nen, als er ploͤtzich auf eine Weiſe ſtarb, die den Verdacht eines unnatuͤrlichen Todes weckte. Doch der Reichthum meiner Mutter, ihr Stand, ihre nahe Verwandtſchaft mit dem regierenden fuͤrſtlichen Hauſe hatten ſie gegen jede gerichtliche Unterſuchung geſchuͤtzt, wenn ſie gleich in der öffentlichen Meinung durch das Schandmal der Theilnahme an dem Ver⸗ brechen gebrandmarkt war.

Laß mich von den Stunden ſchweigen, die fuͤr mich dieſer Entdeckung folgten und von denen ich noch nicht faſſe, wie ſie mich nicht, durch die furcht⸗ bare Gewalt ihrer Schrecken, wahnſinnig gemacht haben. Ich flog nach dem Schloß meines Vaters zuruͤck; unerwartet trat ich vor das verbrecheriſche

Paar; mit Rieſenkraft warf ich den Morder zu den

Fuͤßen meiner Mutter nieder und erpreßte von ihm das Geſtändniß ſeines Frevels ſie lag zu meinen Füßen, flehend um ſein Leben, um Gnade und Er⸗

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