Teil eines Werkes 
2. Band (1830)
Entstehung
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meines Schickſals ſchutzen,“ rief er verzweifelnd aus, „bleibt mir eine andere Wahl, als Dich zu fliehen, oder Dich zu morden? Weißt Du, wen Du liebſt? weißt Du, welche Furien mich verfolgen?“ — „Mein,“ ſagte Amala, „aber ich liebe Dich, und die Liebe iſt mächtiger als Haß und Fluch, ſie gibt mir die Kraft, mit dieſen um Dich zu ringen.“ — „Armes Kind!“ rief er hohnend aus, „was follte aus Dir im Kampf mit dem Rieſen meines Schickſals wer⸗ den? laube mir, es gibt fuͤr Dich keine Rettung, wenn ich länger in Deiner Naͤhe weile, und Dein Untergang laſtet dann wie ein neuer Fluch auf mei⸗ ner ſchuldbeladenen Seele. Doch Du ſollſt, ehe ich ſcheide, erfahren, was ich noch nimmer zu erzählen vermochte — laß uns aber in's Freie gehen, mir iſt, als muͤßten mich die Wände dieſes Gemachs erdruͤcken.“

Es war ein ſchwüler Sommerabend, kein Luͤft⸗ chen rührte ſich, kein Vogel ſang, ſchwer ruhte in Weſten ein Gewitter, das ſeine ſchwarzen Wolken⸗ berge immer drohender vor der ſinkenden Sonne auf⸗ thuͤrmte und nicht Labung, ſondern Verderben zu verkuͤnden ſchien. Amala folgte bebend dem Grafen, der ſelbſt noch bis zum Schwanken ermattet, ſie ſtumm zu einem Felſenſitz fuͤhrte, welcher hoch auf