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rer Liebe hervor. „O warum!“ rief ſie weinend, „kann ich nicht alle Deine Schmerzen zu meinen machen! warum Dich nicht mit meinen Thränen rein waſchen von jeder Erinnerung, die Deinen Frieden ſtört! warum nicht fuͤr Dich ſterben, wenn es Dich nicht zu begluͤcken vermag, daß ich nur fuͤr Dich lebe! Welches neue Schrecken iſt denn mit dieſer uͤberwal⸗ tigenden Macht in Dein Leben getreten? welches neue Entſetzen lauſcht hinter dem Graus dieſer Stunde? — O Vater im Himmel, kann ich die Schauder deſ⸗ ſelben nicht fuͤr ihn mildern, ſo laß mich wenigſtens fuͤr ihn buͤßen — gib mir ſeine Thränen, gib mir ſeine Qual — Vater, gib mir ſeine Suͤnde, laß mich, o laß mich fuͤr ihn bluten und ſterben!“ —
Hier wand ſich ein Seufzerhauch aus Mara⸗ belli's Bruſt hervor. Amala ſprang auf, und ihn ſanft umfaſſend und ſein Haupt an ihre Bruſt, leh⸗ nend, ſah ſie ihn langſam in das Leben zuruͤckkehren. Todesmatt und doch innerlich gewaltſam bewegt, zog er ſie an ſein Herz, „weißt Du,“ fragte er dumpf, „daß ich Dich verlaſſe, daß das Schiff, auf dem ich Dir entfliehe, heut Abend noch die Anker lich⸗ tet?“ — „Grauſamer!“ rief Amala. — „Und kann ich Dich denn anders vor mir und dem Fluche


