macht das Andere unmoͤglich, und es iſt gut ſo, Leo, wenigſtens fuͤr mich, der ich, wie ich glaube, in unendlicher Leidenſchaft aufzulodern vermöͤchte, wuͤrde ihre Flamme je in mir angefacht. Ich habe mit den Frauen viel verkehrt und viel Liebes und Freundliches von ihnen genoſſen — daher werde ich ſie nie ſchmähen; aber fragen muß ich Dich: warum fehlt den Unbeſcholtenen faſt immer jene Anmuth, jener verfuͤhreriſche Zauber, jene Leichtigkeit des Aus⸗ drucks, jener neckende grazienvolle Muthwille, die man bei den Frauen antrifft, die unſerm Geſchlecht viel Gewalt uͤber ſich und ihr Leben eingeräumt haben? Liegt nicht in den dadurch herbeigefuͤhrten Schwächen ein Zauber der Weiblichkeit, deſſen ein Weib zur Ausbildung ihres Geiſtes und zur Entwickelung ihres Gefuͤhls nicht entbehren kann, wenn ſie in der rei⸗ zendſten Bedeutung des Wortes ganz Weib ſein will? — Was kann ſie denn gedacht haben, wenn ſie nicht geliebt hat? welche Menſchenkenntniß kann ſie beſitzen, wenn ſie nicht im Mann ſich und ſein Geſchlecht kennen und begreifen gelernt hat? — Was ich ſo von Tugendheldinnen habe kennen ler⸗ nen, eignete ſich recht gut, ein Haͤuflein Kinder zur Welt zu bringen und den Haushalt zu fuͤhren;
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