Teil eines Werkes 
2. Band (1830)
Entstehung
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gar, wo meine Eltern in ſtiller Verborgenheit zehn gluͤckliche Jahre lebten, wo meine Schweſter und ich geboren wurden.

Erſchuͤttert warf ich mich in ſeine Arme.O mein Vater, welch ein Opfer haben Sie der unver⸗ zeihlichen Thorheit Ihres Sohnes gebracht! Nie kann, nie werde ich es annehmen!

Sobald Du dieſe Thorheit fuͤhlſt, iſt es ſchon vergolten. Ich kenne Dich, Guſtav, ich weiß, wie gefaͤhrlich Dir der leidenſchaftliche Flug Deines Ge⸗ muͤthes werden kann; aber ich vertraue Dir. Dieſe Nachgiebigkeit gegen die ſeit einiger Zeit Deiner moraliſchen Kraft uͤbermaͤchtig gewordenen Neigun⸗ gen des Welt⸗ und Lebensmannes wird ſich bald wieder aus Deinem Charakter verlieren, da die La⸗ ſter deſſelben Deiner innerſten Natur fremd und zu⸗ wider ſind. Der Sohn einer Mutter, wie die Deinige es war, kann nie zu fuͤhlen verlernen, daß Treue, wahre Liebe, Ehre und die ſtrengſte Recht⸗ lichkeit die Beſtandtheile jedes ſeiner wuͤrdigen Glu⸗ ckes bleiben muͤſſen.

Ich verließ ihn, und mein erſter Geng war zu Roſa, mit ihr zu brechen. Die Gewißheit, meine Stelle gleich wieder beſetzen zu konnen, erleichterte