Teil eines Werkes 
2. Band (1830)
Entstehung
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nicht fahren zu laſſen, durchaus nicht, und um kei⸗ nen Preis.

Er kam. Einen ſtrengen Richter hatte ich zu finden erwartet und ich fand einen Vater. Mit voller Wärme ſeines Herzens umarmte er mich; kein Blick, kein Wort, keine Anſpielung beruͤhrte die wunde Stelle. Er war nur Guͤte und Liebe, nur Freude, ſich wieder im Kreiſe ſeiner Kinder zu ſe⸗ hen. O wie oft zog es mich zu ihm hin, ihm Alles zu geſtehen, ſeine Verzeihung zu erbitten, und ihm zu ſagen, wie ſehr mein Herz ihrer beduͤrfe; aber der Unglaube an mich ſelbſt hielt mich zuruͤck.

Am Morgen des neunten Tages ließ er mir ſagen, zu ihm zu kommen. Ich habe Dich rufen laſſen, lieber Guſtav, ſagte er mir bei meinem Ein⸗ tritt, um mit Dir als Sohn und als Freund eine Angelegenheit in Rath zu ſtellen, die ich mir nicht allein zu entſcheiden getraue. Du weißt, daß mir der Kaiſer die Guͤter des Staroſten R. geſchenkt hat: ſie ſind ſo beträͤchtlich, daß ſie Dein uͤbriges Erbe mehr als verdoppeln. Viele der angeſehenſten ſchen Großen haben ſich auf aͤhnliche Art be⸗ reichert, doch in mir iſt ein reges Widerſtreben, mir das Eigenthum eines Andern, deſſen ihn die Ge⸗