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die ſuͤßlaͤchelndſte der Grazien, trat ſie auf, und eroberte Alles, was durch Jugend und Reichthum um ſie werben zu duͤrfen glaubte. Auch lag fuͤr mich ihr gefährlichſter Zauber in dem Beifall, den man ihr allgemein zollte. Dieſer Enthuſiasmus, den ihre Erſcheinung jedesmal erregte, dieſe anſte⸗ ckende Trunkenheit, dies jubelnde Beifallrufen, be⸗ rauſchten mich. Es war doch Affect und erhöhtes Lebensgefuͤhl, wenn mir dann das Herz klopfte, und ich des Neides aller dieſer Tauſende gewiß, als Be⸗ ſizer des ſchönen Geſchoͤpfs, mit einſtimmen konnte in dieſen lauten Jubel.
Ich machte für ſie und um ihretwillen raſen⸗ den Aufwand. Mein Schwager ſprach mit mir, meine Schweſterz es erſchien mir, als wolle man mich bevormunden, und wie ein eitler, unmuͤndiger Knabe, war die Verdoppelung meines Aufwandes meine ganze Antwort.
Da traf mich die Nachricht von der bevorſte⸗ henden Ruͤckkunft meines Vaters. Im Innerſten meiner Seele erroͤthete ich in brennender Scham, vor ihm erſcheinen zu ſollen; aber dies Gefuͤhl der Schuld wurde in mir zum haͤrtnaͤckigen Trotz. Zu feige, das Beſſere zu thun, beſchloß ich feſt, Roſa


