Teil eines Werkes 
2. Band (1830)
Entstehung
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ueberſaͤttigt von Genuͤſſen, die ich doch nicht geneigt war, aufzugeben, matt und ſchal und verdroſſen in Allem, was ich that und wollte und wuͤnſchte, ſtuͤrzte ich mich immer tiefer in dieſe Lebensweiſe, ohne daß mich das Gefuͤhl uͤppig kraftigen Jugendgenuſſes mehr fuͤr die nuͤchternen Stunden deſſelben entſchaͤ⸗ digte. Vergeblich ſtrebte mein Geiſt, den eitlen Sinnenrauſch durch Verfeinerung und Abenteuerlich⸗ keit zu wuͤrzen; nie gelang es dieſen Weibern, nie mir ſelbſt, mein Herz in's Spiel zu bringen. Im⸗ mer und ewig hatte ich nur die Reizbarkeit der Lei⸗ denſchaftlichkeit, da mir der Gegenſtand fehlte, der meinem Gefuͤhl Seele einzuhauchen vermochte.

So, im Innerſten kalt und todt, traf mich die Erſcheinung der ſchoͤnen Roſa Collinet, die als erſte Taͤnzerin auf unſerm Theater auftrat. Sage nicht, daß ich ſie geliebt habe ich bin ein Un⸗ ſinniger, ein raſender Thor geweſen; aber, bei dem Andenken meiner Mutter, keine Liebe zu dem ver⸗ fuhreriſchen Geſchoͤpf hat mein Herz entweiht, ſo groß auch die Gewalt war, die ſie uͤber mich zu gewinnen wußte; eine Gewalt, verderblicher und unwiderſtehlicher, wie ſie je ein andres Weib uber mich gehabt hat. Friſch wie Hebe; bluͤhend, wie