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Eurer Luͤſte, auf dem Sterbebette, ihren Schmerz, ihre Schande haben Männerſeelen in ſich geſogen, mit jedem Gedanken, jeder Empfindung ihres Menſchſeins; und jetzt ſtehe ich hier, Euch zu fra⸗ gen, womit Ihr Euch zu entſchuldigen, zu recht⸗ fertigen vermogt.“
„Mit nichts,“ antwortete Olaf. „Wenn der Menſch die Kraft zum Kampf aufgegeben hat, ſo buͤrdet er gern dem Schickſal ſeine Schwäche und ſeine Niederlage auf; allein ich fuhle nur zu tief,
daß dieſe meine Schuld iſt, und kein Dolch ver⸗
mag tiefer in mein Herz zu dringen, als der Dolch der Reue, der es durchbohrt. Ich könnke Dir viel davon erzählen, wie ſie es angefangen haben, die ſchlummernden Leidenſchaften meiner Seele aufzu⸗ reizen; wie ſie mich bethört, verlockt, berauſcht haben, weil ſie nur zu gut wußten, daß ein Mo⸗
narch, der ſich ſelbſt nicht zu beherrſchen vermag,
das heilige Recht der Majeſtät und die Fäͤhigkeit, uͤber Andre zu herrſchen, verliert, und wie dann die Schuld mich feig und muthlos machte, und
der Gedanke, in Dir den Schutzgeiſt meiner Tu⸗


